366 x grün

Weblog des Grünen Archivs zur Geschichte der Grünen und Alternativen in Österreich

Monat: Januar 2016 (Seite 2 von 4)

21/366: Terezija Stoisits meets Richard Lugner

Ist die Lugner-City öffentlicher Raum oder muss man dazu in den Wienerwald gehen? Was nahm Baumeister Lugner von seiner ersten Kontaktaufnahme mit den Grünen mit? Wie geht ein Einkaufszentrum ohne Plastiksackerl? Zu “25 Jahre Grüne im Parlament” sind eine Reihe von unterhaltsamen Doppel-Interviews mit grünen Politiker_innen und anderen Personen des öffentlichen Lebens entstanden.  “Ich hab schon viele Diskussionen mit Ihnen gesehen. Sie gehen vom Thema net runter und hämmern fest drauf los”, so beschreibt Baumeister Richard Lugner den Eindruck, den Nationalratsabgeordnete Terezija Stoisits bei ihm hinterlässt. Lesen Sie weiter

20/366: Grazer Grüne verdoppeln Zahl der Mandate

Heute vor acht Jahren, am 20. Jänner 2008, konnten die Grünen bei der Gemeinderatswahl in Graz die Zahl ihrer Mandate von vier auf acht verdoppeln. Lisa Rücker wurde Stadträtin für Verkehr, Umwelt und Wirtschaftsbetriebe und Vizebürgermeisterin nach einer im März 2008 geschlossenen Koalitionsvereinbarung mit der ÖVP. Diese Koalition in Graz war die dritte große schwarz-grüne Koalition in Österreich – nach der oberösterreichischen Landesregierung (2003-2015) und der Stadtregierung von Bregenz (ab 2005).

Vier Jahre später, am 30. Mai 2012, kündigte allerdings ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl die Koalition auf. Rückers Vermutung: “Die konsequente Umwelt- und Mobilitätspolitik hat Nagl parteiintern nicht mehr ausgehalten” (Quelle: Kleine Zeitung).

grüner Uhrturm mit grüner Beschriftung

Integration, Offenheit und Respekt rund um den Uhrturm.

Portraitphotographie einer Frau mit kurzen blonden Haaren, braungrünem Pulli und verschränkten Armen

Lisa Rücker. Bild: Die Grünen, Landespartei Steiermark.

19/366: Politik braucht Eier… von glücklichen Hühnern

grüne Pickerl aus dem Jahr 2012.

grüne Pickerl aus dem Jahr 2012.

Im Grünen Archiv sammeln wir Wahlwerbegeschenke und Aktionsmaterial aller Art, vom Demotransparent über Kondome bis zu grünen Kreiseln und Sonnenbrillen. So haben wir natürlich auch viele Aufkleber von den 1980ern bis heute – hier ein paar vergleichsweise neue aus dem Jahr 2012:

  • Fuckushima (für Leute mit sehr kurzem Gedächtnis: Nuklearkatastrophe von Fukushima)
  • Rechts abbiegen verboten (da halten sich im Moment viele nicht dran)
  • Politik braucht Eier von glücklichen Hühnern (ersetze ggf. durch Sojamehl aus glücklichen Bohnen und reines Wasser)
  • Ich bremse auch für Piraten (nebenbei bemerkt: für Piratinnen hoffentlich auch!)
  • gentechnikfrei statt Erbschleicherei (da fällt die Entscheidung leicht)
  • das reguläre Grünpfeil-Logo, das vor vielen Jahren die Sonnenblume abgelöst hat

18/366: Das grüne Zukunftsprogramm für Tirol 1999

Das Programm zur Tiroler Landtagswahl 1999.

Das Programm zur Tiroler Landtagswahl 1999.

//zitat// Am 7. März bestimmen Sie die Zukunft unseres Landes. Sie entscheiden, ob der alte Kurs weitergeführt wird oder ob an der Jahrtausendwende auch in Tirol neue Ideen eine Chance bekommen. Uns Grünen ist es in den letzten Jahren gelungen, grüne Ideen mehrheitsfähig zu machen. Mit Ihrer Hilfe möchten wir dies in den nächsten fünf Jahren verstärkt tun. Helfen Sie mit, daß Natur- und Umweltschutz in Tirol nicht unter die Räder kommen und unser Land nicht vom Transit überrollt wird! Helfen Sie mit, daß die regionale Wirtschaft gestärkt wird und damit Arbeitsplätze erhalten und geschaffen werden! Helfen Sie mit, daß der Wohlstand in Tirol gerechter verteilt wird und Frauen endlich gleiche Chancen bekommen wie Männer! Auf den nächsten Seiten stelle ich Ihnen unser Programm vor. Es ist das grüne Zukunftsprogramm für Tirol. Grün denken ist zu wenig. Ich lade Sie ein, am 7. März auch grün zu wählen. //zitatende//

Mit diesem Appell wandte sich Klubobmann und Spitzenkandidat Georg Willi 1999 an die Tiroler Wählerinnen und Wähler. Die Kapitel im “grünen Zukunftsprogramm”: Umwelt schützen, Transit massiv eindämmen, gerecht teilen, Frauenrechte durchsetzen, nahversorgen, vielfältig bilden und kulturelle Vielfalt.

Schwarzweißphotographie von drei Frauen und drei Männern

Die Listenersten: Georg Willi (Innsbruck-Stadt), Alexander Griwatz (Imst), Maria Scheiber (Reutte), Ulli Schindl (Innsbruck-Stadt), Elisabeth Wiesmüller (Innsbruck-Land) und Bernhard A. Ernst (Innsbruck-Land).

Die SpitzenkandidatInnen in den Bezirken waren Maria Scheiber (Reutte), Alexander Griwatz (Imst), Elisabeth Wiesmüller (Innsbruck-Land), Hemann Weratschnig (Schwaz), Georg Willi (Innsbruck-Stadt), Wolfgang Egg (Landeck), Leo Neubauer (Kitzbühel), Iris Bollmann (Kufstein) und Klaus Dapra (Lienz).

Der Slogan lautete “Grüne Ideen setzen sich durch” – die Partei konnte sich allerdings nicht wie gewünscht durchsetzen: Bei der Landtagswahl am 7. März 1999 musste die Grüne Alternative Tirol einen Verlust von 2,7% und einem Mandat hinnehmen. In den Landtag zogen Georg Willi als Klubobmann (Landtagsabgeordneter von 1994 bis 2013), Elisabeth Wiesmüller als Klubobmann-Stellvertreterin (1999 bis 2008) und Maria Scheiber (1999 bis 2012) ein.

Das gesamte Wahlprogramm zum Download: 018-tirol-landtagswahl-wahlprogramm (PDF, 4 MB).

17/366: Jugendbildnis von Madeleine Petrovic

Madeleine Petrovic. Foto. UrheberIn nicht angegeben

Madeleine Petrovic. Foto. UrheberIn nicht angegeben

Dieses Jugendbildnis von Madeleine Petrovic, derzeit Landtagsabgeordnete in Niederösterreich, haben wir im Grünen Archiv. Leider wissen wir nicht, von wann oder von wem es ist. Die Juristin und Betriebswirtin ist seit 1986 in verschiedenen Funktionen bei den Grünen aktiv, zuerst in Wien, von 1990 bis 2003 auf Nationalratsebene und seit 2003 in Niederösterreich. Als Klubobfrau und später Bundessprecherin hatte sie höchste Funktionen in der grünen Bewegung inne. Bis 15. November 2015 war sie Landessprecherin der niederösterreichischen Grünen.

16/366: Höchste Eisenbahn für grüne Verkehrspolitik

Flugblatt der Grünen Alternative - Liste Freda Meissner-Blau.

Flugblatt der Grünen Alternative – Liste Freda Meissner-Blau.

//zitat// Die heutige Verkehrspolitik ist einseitig auf das Auto ausgerichtet. Ungeheure Schäden an der Natur, 20.000 Tote im letzten Jahrzehnt, geschätzte Schäden von 230 Milliarden und die Benachteiligung sozial Schwacher sind die Folgen. //zitatende//

Höchste Eisenbahn für eine grüne Verkehrspolitik! Die Forderungen: Schutz von Mensch, Wald und Tier; Tempolimit und Abgasreduzierung, menschengerechte Städte, Güter auf die Schiene, öffentliche Mittel für öffentlichen Verkehr.

Im zweiseitigen Flugblatt werden auch die Wurzeln der damals neuen politischen Gruppierung “Die Grüne Alternative – Liste Freda Meissner-Blau” charakterisiert:  “Wir haben uns in der Ökologiebewegung, der Bürgerrechtsbewegung, der Frauen- und Friedensbewegung und in vielen Bürgerinitiativen gefunden. Wir sind uns einig: Dieses Land darf nicht der Allmacht der Großparteien und Sozialpartner-Spitzen überlassen werden”.

Download: 016-hoechste-eisenbahn-gruene-verkehrspolitik (PDF, 1,2 MB).

15/366: Erste Grüne Belangsendung im ORF

Erste Grüne Belangsendung im ORF vom 7. Oktober 1987 from Grüne Mödling on Vimeo.


eine Belangsendung zur Gemeinderatswahl in Wien im November 1987 mit den grünen Nationalratsabgeordneten Freda Meissner-Blau, Peter Pilz, Herbert Fux, Manfred Srb, Andreas Wabl, Walter Geyer und Josef Buchner; Ingrid Haberhauer (Bürgerinitiative Spittelau), Jutta Sander und Friedrun Huemer (Grünalternative Liste Wien).

Herzlichen Dank für den Hinweis und fürs Onlinestellen an Friedel Hans, Filmer und Aktivist der Perchtoldsdorfer Grünen!

14/366: So kann Politik ausschauen! Stimme, Blick, Gehör und Riecher

Severin Renoldner, Monika Langthaler, Johannes Voggenhuber und Madeleine Petrovic kandidierten 1990 auf der Bundesliste. Foto: UrheberIn nicht angegeben

Severin Renoldner, Monika Langthaler, Johannes Voggenhuber und Madeleine Petrovic. Foto: UrheberIn nicht angegeben

Im Folder “Was wir zu sagen haben” beschreiben die grünen Spitzenkandidat_innen für die Nationalratswahl 1990, wie sie sich grüne Politik im Parlament vorstellen. Aus Wien werden Sonja Puntscher-Riekmann (“eine Stimme für die Demokratie”), Christoph Chorherr (“ein Blick für die Zukunft”), Madeleine Petrovic (“ein Gehör für unsere Grundrechte”) und Peter Pilz (“ein Riecher für die Wahrheit”) präsentiert.

Auf unserem Bild sind die KandidatInnen auf der Bundesliste abgebildet:

//zitat// Madeleine Petrovic engagiert sich vor allem in den Bereichen Kinder/Jugendthematik, Ausländerproblematik, Tierschutz. Severin Renoldner arbeitet an friedens-, verkehrs- und außenpolitischen Konzepten. Monika Langthaler sieht ihren Schwerpunkt in jenen Umweltthemen, die in Zukunft im Parlament noch wesentlich wichtiger und ernster genommen werden müssen. Johannes Voggenhuber will den Widerstand gegen ständestaatliche Marktstrukturen und Entrechtung der Bürger/innen ins Parlament tragen, weil nur in einer lebendigen Demokratie verhindert werden kann, daß dem Monster der Umweltzerstörung mit jedem abgeschlagenen Kopf zehn neue wachsen. //zitatende// Lesen Sie weiter

13/366: Arbeit schaffen, Umwelt erhalten, Zukunft gestalten. Das Programm der Vorarlberger Grünen 1998

Das Programm der Vorarlberger Grünen. Beschlussvorlage für die Vollversammlung am 23.4.1998 (Grünes Archiv).

Das Programm der Vorarlberger Grünen. Beschlussvorlage für die Vollversammlung am 23.4.1998 (Grünes Archiv).

Die Vorarlberger Grünen formulierten in einer breit angelegten Programmdiskussion zwischen Juni 1997 und April 1998 wesentliche Positionen Grüner Politik. Das Programm “Arbeit schaffen – Umwelt erhalten – Zukunft gestalten” wurde im April 1998 beschlossen. Die Beschlussvorlage für die Vollversammlung am 23. April 1998 haben wir im Grünen Archiv.


//zitat// Wir sind Optimisten – auf Basis der Realitäten. Eine solidarische Gesellschaft in einer intakten Umwelt ist unsere Vision – wo wir sie gefährdet sehen, leisten wir Widerstand und ergreifen Partei. Menschenrechte und Gewaltfreiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit sind unsere Werte. Die Geschwindigkeit von Leben und Wirtschaften hat sich dem Menschen und der Natur anzupassen – niemals umgekehrt. Was uns zusammenhält ist die Gewißheit, auf dem richtigen Weg zu sein, und der Wille, etwas zu bewegen. Das ist die Kraft der Grünen. //zitatende//

Die Kapitel:

  • Arbeit und Umwelt
  • Grundsicherung und Soziales Netz
  • Gleichberechtigung und Teilhabe
  • Miteinander leben
  • Freiheit und Transparenz

Das Programm deckt nicht alle Politikbereiche ab, da für manche Themen bereits bundesweite Programme vorlagen, auf die man sich stützte. Download: 013-gruene-vorarlberg-programm-1988-beschlussvorlage (PDF, 11 MB)


Zehn Jahre später, am 5. Juli 2008, beschloss die Landesversammlung der Vorarlberger Grünen ein überarbeitetes Programm mit dem Titel “Umwelt erhalten – Gerechtigkeit schaffen – Globalisierung gestalten”. Download:  013-gruene-vorarlberg-programm-kurz (graphisch gestaltete Kurzversion, PDF, 2 MB), 013-gruene-vorarlberg-programm-lang (textbasierte Langversion, PDF, 260 KB). Anmerkungen zur Programmüberarbeitung von Landessprecher Johannes Rauch: 013-gruene-vorarlberg-anmerkungen-programmueberarbeitung (PDF, 50 KB)

12/366: Lebensqualität statt LKW-Terror im Burgenland

Titelblatt der Broschüre "Verkehrspolitik für Mensch und Umwelt".

Titelblatt der Broschüre “Verkehrspolitik für Mensch und Umwelt”.

“Der Eisenstädter Autobahnknoten ist allein so groß wie das Stadtgebiet von Eisenstadt”, stellte die Grüne Alternative Burgenland fest, “der Kraftfahrzeugverkehr verursacht heute bereits Schäden immensen Ausmaßes, indem er immer gravierender die natürlichen Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen beeinträchtigt”.

Die Forderungen, die die junge Gruppierung in den Broschüren “Verkehrspolitik für Mensch und Umwelt” und “Lebensqualität statt LKW-Terror” erhob, sind – angesichts von Umfahrungsbauten, Einstellung von Nebenbahnen und Aushungern des öffentlichen Verkehrs – im östlichsten Bundesland heute noch aktuell: Güter von der Straße auf die Schiene, Schnellbahn statt Autobahnen, alternatives Bahnkonzept, Verbesserungsmaßnahmen für FußgängerInnen und RadfahrerInnen, Rückbau von Ortsdurchfahrten, Verringerung der Abhängigkeit vom Auto in ländlichen Regionen, Erweiterung des Verkehrsverbundes Ostregion (VOR) auf das ganze Burgenland, Taktverkehr, umweltgerechter Straßenbau mit BürgerInnenbeteiligung.

Alternatives Bahnkonzept für das Burgenland.

Alternatives Bahnkonzept für das Burgenland.

Hier die zwei Broschüren zum Download: 012-burgenland-verkehrspolitik-fuer-mensch-und-umwelt (PDF, 4 MB) und 012-burgenland-lebensqualitaet-statt-lkw-terror (PDF, 2 MB). Sie sind nicht datiert, dürften aber aus den späten 1980er oder frühen 1990er Jahren stammen. Eckpunkte: Die Grünen im Burgenland wurden im Oktober 1986 gegründet und sind seit 1987 als Landesorganisation der Grünen anerkannt. Die als in Planung bzw. in Bau befindlich erwähnte Ostautobahn wurde 1994 eröffnet. Wer kann uns mit einer genaueren Datierung helfen?

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