Weblog des Grünen Archivs zur Geschichte der Grünen und Alternativen in Österreich

Schlagwort: Junge Grüne

Workshop “Braune Ökologie” in Salzburg

"Braune Ökologie" im Fokus zweier Workshops in Salzburg und St. Johann/Pongau.

“Braune Ökologie” im Fokus zweier Workshops in Salzburg und St. Johann/Pongau.

Der Einsatz für die Umwelt und Protest gegen umweltzerstörende Großbauten sind Teil des Ursprungs der Grünen Bewegung. Oft wird Umweltpolitik automatisch als etwas Kritisches und Linkes angesehen. Doch welche Ideologie steckt hinter den Anfängen und welche rechten Ausreißer gab es bei den Grünen? Wie passen Umweltschutz und rechtes Gedankengut etwa bei der FPÖ zusammen? Und wie sehr spielten “Heimatschutz” und Nationalismus innerhalb der Umweltbewegung eine Rolle?

Bei unserem Workshop “Braune Ökologie” mit dem Journalisten und Buchautor Peter Bierl setzen wir uns damit auseinander, was es mit der Verbindung von Umweltschutz und rechtem Gedankengut auf sich hat.

Termine in Salzburg und St. Johann/Pongau

Workshop “Braune Ökologie” in Salzburg Stadt:
Wann: Freitag, 28. Oktober, 15:00 bis 20:00 Uhr
Wo: Akzente Salzburg, Glockengasse 4c, 5020 Salzburg

Workshop “Braune Ökologie” in St. Johann/Pongau:
Wann: Samstag, 29. Oktober, 12:00 bis 16:00 Uhr
Wo: Hotel Brückenwirt, St. Johann im Pongau, Hauptstraße 78

Die Teilnahme ist kostenlos.

Bitte um Anmeldung unter salzburg@junge-gruene.at

Interessierte sind herzlich willkommen! Bei Fragen kannst du dich einfach bei salzburg@junge-gruene.at oder unter 0650/3078660 melden!

Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung der Grünen Bildungswerkstatt Salzburg und der Jungen Grünen Salzburg.

260/366: I love my vagina

2013 starteten die Jungen Grünen mit dem Slogan “I love my vagina!” die Kampagne für ein selbstbestimmtes Leben:

Jede*r sollte in ihrem*seinen Selbstbewusstsein gestärkt werden, um genau so zu sein und genau so leben zu können, wie er*sie das will. Niemand muss dir sagen, wie du zu sein hast, wen du lieben sollst oder wie du dich anziehst. Wir sind wie wir sind und das ist toll!”.

// Die Jungen Grünen stehen für ein Ende von alten Rollenbildern und kämpfen für ein selbstbestimmtes Leben. Es gibt noch immer viel zu viele Zwänge, Klischees und überholte Vorstellungen, die viele Bereiche unseres Lebens beeinflussen, zum Beispiel wie sich Männer und Frauen unterscheiden, was sie anziehen oder wie sie sich verhalten sollen.

Wir wissen selbst, was sich gut anfühlt! Viele junge Menschen werden mittlerweile durch Pornos aufgeklärt, obwohl die meistens eine total unrealistische Darstellung von Sex vermitteln und immer das gleiche zeigen. Wir wissen selber was guter Sex ist und brauchen keine billigen 0815-Pornos dafür.

Körperwahrnehmung

Auch unsere eigene Körperwahrnehmung und was wir als schön empfinden, wird durch Werbung, Diätwahn und Castingshows beeinflusst. Wir wollen uns nicht von irgendwelchem Schönheitswahn einschränken lassen, der sagt, dass Kleider nur für Frauen und Bärte nur für Männer sind. Wie wir aussehen wollen, können nur wir selbst entscheiden!

Welche Ausbildung und welchen Job wir haben wollen, sollten unsere Interessen entscheiden und kein Schubladendenken, das sagt, dass Männer in technischen und Frauen in sozialen Berufen besser sind. Jeder und jede sollte seine Träume erfüllen können und Arbeit ist nun mal ein großer Teil unseres Lebens. Auch dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger bezahlt bekommen, sollte im 21. Jahrhundert längst der Vergangenheit angehören.

Nulltoleranz für Grapschen

Sexualisierte Gewalt wird noch immer viel zu oft verschwiegen, nicht angezeigt und besonders oft nicht ernstgenommen. Deswegen eine Nulltoleranz für Grabschen, blöde Sprüche und andere Übergriffe.

Jede*r sollte in ihrem*seinen Selbstbewusstsein gestärkt werden, um genau so zu sein und genau so leben zu können, wie er*sie das will. Niemand muss dir sagen, wie du zu sein hast, wen du lieben sollst oder wie du dich anziehst. Wir sind wie wir sind und das ist toll! //

248/366: Braune Flecken der grünen Bewegung

Die Nähe von autoritären Vorstellungen und Naturschutz ist kein Zufall. Auch in Österreich gibt und gab es rechtsextreme Strömungen in der Umweltbewegung – von Teilen der Vereinten Grünen über den Weltbund zum Schutze des Lebens bis zu einzelnen esoterischen Strömungen. Noch heute gibt es blau-grüne Wechselwähler_innen, die sich mit dem grünen Grundwert “ökologisch”, wohl aber nicht mit den anderen Grundwerten identifizieren können.

Der steirische Historiker David Kriebernegg – nebenbei bemerkt der erste Benutzer des Grünen Archivs – hielt 2013 in Graz einen Vortrag zu den “braunen Flecken der grünen Bewegung” im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Facetten des Rechtsextremismus” der Jungen Grünen Steiermark. Außerdem hat die Grüne Bildungswerkstatt das Thema bei der Veranstaltungsreihe “Braune Ökologie” mit dem Autor und Journalisten Peter Bierl aufgegriffen. Die Reihe wird heuer fortgesetzt.

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