067-welche-koepfe-brauchen-die-gruenen-these

Rotationsprinzip, vier Spitzenkandidat_innen statt einer, imperatives Mandat – die Grünen der Anfangszeit in Österreich und Deutschland lehnten „Personenkult“, die Fokussierung auf eine „prominente“ Person an der Spitze, großteils ab. Die Entwicklung ging letztlich in eine andere Richtung. Das Rotationsprinzip zum Beispiel wurde in Österreich und in Deutschland schnell als nicht praktikabel eingemottet, auch wenn es noch heute immer wieder eingefordert wird – zum Beispiel 2007 von Georg Prack und 2008 von Monika Langthaler. Am Dienstag, dem 29. Jänner 1991, wurde im Haus der Begegnung Mariahilf über diese Frage „Welche Köpfe brauchen die Grünen?“ diskutiert. Hier der Einladungstext.


//zitat// Am Bundeskongreß wurde es öffentlich: Die politische Strategie der Grünen Alternative – insbesondere die Frage nach dem Stellenwert von profilierten Personen – ist nicht nur unklar sondern auch emotional äußerst stark besetzt. Eine engagierte und kultivierte Debatte unter Einbeziehung aller „Flügel“ und „Fraktionen“ ist überfällig.

  • These: Das Wahlverhalten orientiert sich immer stärker an Personen. Ob uns das paßt oder nicht. Es ist wahltaktische Idiotie profilierte Personen zu verstecken.
  • Antithese: Gerade die Grüne Alternative sollte das in Österreich verankerte Untertanenbewußtsein nicht reproduzieren. Wir müssen selbstbewußt und inhaltsorientiert auftreten. Sonst sind wir den anderen Parteien bald zu ähnlich.
  • Versuch einer Synthese am 29. Jänner 1991 im Haus der Begegnung Mariahilf

Um die Debatte nicht ausufern zu lassen, seien 5 Fragen vorangestellt, die den Kern der Diskussion umreißen sollen:

1. Was sind Promis und (von wem) werden sie gemacht?
2. Wer ist die (Grün-Alternative) Basis?
3. Welchen Stellenwert haben die Medien bei der Umsetzung von (Grün-Alternativer) Politik?
4. Gibt es einen (Grün-Alternativen) Konsens über: Was ist „erfolgreiche“ Politik?
5. „zerstritten“ „chaotisch“ „kompetent“ „unverzichtbar“ „??“ Welches Image streben wir an?

Einleitende Worte zu einer offenen Diskussion von:

  • Christoph [Chorherr] (Energiesprecher)
  • Sabine [Hammer] (Obfrau GrüBi Wien)
  • Günter [?] (Bezirksrat)
  • Monika [Langthaler] (Abgeordnete zum NA)
  • Eva-Maria [?] (Aktivistin)
  • Peter (Pilz)
  • Vertreter von Umweltschutzorganisationen, Journalisten und ein Meinungsforscher. //zitatende//

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