148-buko-bregenz-vdb

Alexander Van der Bellens Bewerbung für Platz 1 der Bundesliste (1998)

Beim 17. Bundeskongress der Grünen in Bregenz im Oktober 1998 wurde die Bundesliste für die Nationalratswahl 1999 gewählt. Auf Platz 1 wurde der Wirtschaftsprofessor Alexander van der Bellen gewählt, danach folgten Madeleine Petrovic, Terezija Stoisits, der „Quereinsteiger“ Kurt Grünewald aus Tirol und Theresia Haidlmayr. Auf Platz 6, dem voraussichtlichen „Kampfmandat“ der Bundesliste, landete Peter Pilz. Die Grünen legten bei dieser Wahl um 2,59 Prozentpunkte auf 7,40 % zu und erlangten vierzehn Mandate. Hier der Text der Bewerbung von VDB aus dem Programm des BuKo.


// Die Einheit in der Vielfalt zu verkörpern – mit diesem „Amtsverständnis“ bin ich vor gut einem Jahr zur Wahl des Bundessprechers angetreten. Mein Ziel war es zunächst die interne Konsolidierung und die notwendige Korrektur unseres öffentlichen Erscheinungsbildes voranzutreiben. Durch die Konkretisierung zentraler grüner Forderungen wie der ökosozialen Steuerreform, der sozialen Grundsicherung und dem entschiedenen Nein zu einem NATO-Beitritt konnte der interne Meinungsbildungsprozeß verbessert, unser Gestaltungswille gefestigt und unser Oppositionsprofil gestärkt werden. All das ist Voraussetzung für gemeinsames Wahlkämpfen.

Der Bundeskongress stand unter dem Motto "Politik mit Pfiff und Verstand".

Der Bundeskongress stand unter dem Motto „Politik mit Pfiff und Verstand“.

Die breite Unterstützung, die ich in diesem Jahr erfahren habe – und darunter verstehe ich selbstverständlich auch so manche Kritik – motiviert und ermutigt mich als Spitzenkandidat für die Grünen in die Nationalratswahlen 1999 zu gehen – nicht alleine, sondern mit Euch. Erfolgreich werden wir sein, wenn wir geschlossen, konsequent und offensiv für einen Politikwechsel in Österreich wahlkämpfen. Die Grünen sind eine gesellschaftspolitische Kraft, die verändern will. Politikwechsel bedeutet für uns Druck zu machen. Widerstand zu leisten und Grünen Gestaltungswillen zu demonstrieren – für eine ökologische Modernisierung, für eine solidarische Gesellschaft, für die Menschenrechte. Dann wird Grün gewinnen!//