062-kinder-wollen-waehlenBereits Anfang der 1990er Jahre setzten sich die Wiener Grünen für Bioessen in den Kindertagesheimen und Schulen ein, zeigt der Folder „Kinder wollen wählen!“. Die Hartnäckigkeit machte sich bezahlt: 2001 einigten sich SPÖ und Grüne auf die Steigerung des Bioanteils bei den Mahlzeiten in allen öffentlichen Einrichtungen der Stadt. 2002 wurde die Versorgung in den Kindergärten – 30.000 Mahlzeiten täglich an 365 Standorten – neu ausgeschrieben. Dabei war bei Fleisch und Fleischwaren ein Bioanteil von zumindest 30%, bei Milch und Milchprodukten ein Bioanteil von zumindest 85% und bei pflanzlichen Produkten ein Bioanteil von zumindest 30% vorgegeben – durchschnittlich 40%.  Ab 1. Jänner 2003 wurde diese Umstellung von der Firma Gustana realisiert.


//zitat// Nach wie vor werden die Kinder in den Tagesheimen und den meisten Schulen der Stadt Wien nicht mit Produkten aus biologischer Landwirtschaft versorgt. Und das, obwohl es zahlreiche diesbezügliche Ankündigungen von Bürgermeister Häupl gegeben hat. Bei den Wiener Schulen ist die Situation zwar ein bißchen besser, aber auch hier wird meist konventionell gekocht.

Die Hauptargumente gegen eine Umstellung auf biologische Lebensmittel waren bisher die höheren Kosten. Recherchen der Grünen haben aber ergeben, daß eine Versorgung mit Bio-Menüs für Kindertagesheime wesentlich kostengünstiger zu haben wäre, als die Menüs des derzeitigen Monopol-Lieferant Gustana. Zudem gibt es von zahlreichen Kindern und Eltern immer wieder Beschwerden über die Zusammensetzung und Frische des Gustana-Essens. Trotzdem wurde der Gustana im Mai gegen die Stimmen der Grünen eine Preiserhöhung auf 790 Schilling pro Kind und Monat genehmigt, ohne auch nur Alternativangebote einzuholen.

Jährlich 20 Millionen sparen!

Ein den Grünen vorliegendes Alternativangebot, welches qualitativ zumindest gleichwertig ist, käme um mehr als 20 Millionen Schilling im Jahr günstiger, obwohl fast ausschließlich Produkte aus biologischer Landwirtschaft verarbeitet werden. Für jedes Kind werden somit pro Jahr ca. 1000 Schilling zuviel gezahlt.

Bei den Schulen der Stadt Wien gab es zwar eine Ausschreibung, die meisten Schüler werden aber nach wie vor mit Essen versorgt, das nicht mit biologisch hergestellten Produkten gekocht wird. Ein Wechsel der Lieferanten ist im Gegensatz zu den Kindertagesheimen bei den Schulen zumindest möglich, wenn sich die Eltern dafür engagieren!

Die Grünen fordern:

Sofortige Ausschreibung der Versorgung der Wiener Kindertagesheime.
Volle Wahlfreiheit für die Eltern und die Kinder.
Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft für Wiens Kinder.

Testen das Bioessen: Vizebürgermeisterin Grete Laska, die Gemeinderätinnen Sonja Kato und Sigrid Pilz und der Leiter der Magistratsabteilung 11, Dr. Hans Voigt. Foto: Presse- und Informationsdienst / Pressefoto Votava.

Testen das Bioessen: Vizebürgermeisterin Grete Laska, die Gemeinderätinnen Sonja Kato und Sigrid Pilz und der Leiter der Magistratsabteilung 11, Dr. Hans Voigt (Juni 2003). Foto: Presse- und Informationsdienst / Pressefoto Votava.

Die Vorteile:

✓ Fleisch kommt aus artgerechter Tierhaltung, keine Massentierhaltung!
✓ Verzicht auf vorbeugende Medikamente und Wachstumsförderer.
✓ Die Futtermittel sind ebenso biologisch erzeugt oder kommen vorn eigenen Hof.
✓ Bio-Lebensmittel sind garantiert gentechnikfrei.
✓ Keine langen Schlachtwege.
✓ Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel.
✓ Keine Chemie bei Lagerung und Haltbarmachen von Bioprodukten.
✓ Massiver Beitrag zum Umweltschutz. //zitatende//


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