366 x grün

Weblog des Grünen Archivs zur Geschichte der Grünen und Alternativen in Österreich

Monat: September 2016 (Seite 1 von 3)

274/366: Grüne Erde und Alternativ-Versand. Katalog 1987/88

Traum & Wissen. Cover des Katalogs 1987/1988.

Traum & Wissen. Cover des Katalogs 1987/1988 von Alternativ-Versand und Grüne Erde.

Einen Katalog des Linzer Alternativ-Versands und des Scharnsteiner Unternehmens „Grüne Erde“ aus dem Jahr 1987/88 haben wir letzte Woche im Archiv entdeckt. Eine schöne Erinnerung an diesen Teil der Alternativbewegung.

// Schon seit mehr als 10 Jahren sind die Leute vom ALTERNATIV-VERSAND immer wieder Pfadfinder auf dem Gebiet der kritischen Literatur, bei den ökologischen Sachbüchern und bei Büchern, die dem Leser Zugang zum eigenen Körper und zu seiner Spiritualität geben könnten. NatürIich ist immer auch ein Schuß Witz und Zärtlichkeit dabei. In diesem geistigen Umfeld ist auch die GRÜNE ERDE vor 4 Jahren im oberösterreichischem Elfenthal (Almtal) entstanden. Du wirst vielleicht schon wissen, daß diese fleißigen Erdlinge inzwischen viele tausende Naturfutons, Kissen, Jogamatten in Handarbeit erzeugen und darüberhinaus auch traumhaft schöne und preiswerte Naturholzbetten entwickelt haben. Für diesen Herbst/ Winter haben wir den Traum und das Wissen verknüpft und wünschen Dir viel Spaß und Anregungen mit diesem Katalog. //

273/366: Grüne Radbörse

Grüne Radbörse in Niederösterreich.

Grüne Radbörse in Niederösterreich. Foto: Grüne Bildungsswerkstatt Niederösterreich

Heute zeigen wir ein Bild von einer grünen Radbörse in Niederösterreich. Die beliebten Veranstaltungen finden im ganzen Land von Zwettl bis Baden, von Deutsch Wagram bis Böheimkirchen statt.

Was passiert auf einer Radbörse? Die VerkäuferInnen setzen den Verkaufspreis fest, die Fahrradbörse übernimmt den Verkauf. Zehn Prozent des Verkaufspreises werden abgezogen und für ein Sozialprojekt gespendet. Außerdem geben Fachleute Hilfe zur Selbstreparatur von Fahrrädern und haben häufig gebrauchte Ersatzteile dabei.

272/366: Baum ab? Nein danke! Buttons aus den 1980ern

Buttons von der Felix-Fechenbach-Kooperative.

Buttons von der Felix-Fechenbach-Kooperative.

Gestern haben wir einen Katalog der Felix-Fechenbach-Kooperative im Archiv entdeckt, von dem wir eine Seite mit Buttons zur Friedens- und Anti-Atomkraft-Bewegung zeigen. „Die erste Welle der Anti-Atomkraft-Bewegung fand ihre Ausdrucksformen im Protest. Demonstrationen, Blockaden und Kundgebungen waren ihre Wege zur Formulierung des Nicht-Einverstandenseins mit der gängigen Politik zu diesem Thema. Buttons an der Kleidung und Aufkleber auf Autos, Taschen und Koffern boten die Möglichkeit, seine Meinung im Alltag jedem kund zu tun“, heißt es beim Landesmuseum Württemberg.

Felix Fechenbach war ein deutscher Sozialdemokrat und Journalist, der 1933 von den Nazis ermordet wurde. 1984 wurde die Felix-Fechenbach-Buchhandlung und der Materialversand Felix-Fechenbach-Kooperative nach ihm benannt. In den gedruckten „Materiallisten“ sind Buttons, Jutetaschen und T-Shirts ebenso wie Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt, Solidaritätskaffee, Poster und vieles mehr verzeichnet. Wir haben die Ausgabe 10 im Archiv, derzeit ist Ausgabe 22 aktuell. Manche Buttons werden immer noch verkauft!

271/366: Eva Schobesberger wird Stadträtin in Linz

Eva Schobesberger. Foto: gruene.at

Eva Schobesberger. Foto: gruene.at

Heute vor sieben Jahren, am 27. September 2009, konnten die Grünen bei den Landtagswahlen in Oberösterreich ihre fünf Mandate halten. Rudi Anschober behielt damit seinen Regierungssitz. Die Grünen konnten sich leicht steigern: auf 9,18% und 78.569 Stimmen. Die besten Gemeindeergebnisse wurden in Rutzenham (19,57%), Ottensheim (19,51%) und Gallneukirchen (18,25%) erreicht.

neu: Buchmayr und Reitsamer

Im Landtag kommen zu den wiedergewählten Abgeordneten Gottfried Hirz, Ulrike Schwarz und Maria Wageneder die Linzer Frauenpolitik-Expertin Maria Buchmayr und der bisherige Bad Ischler Gemeinderat Markus Reitsamer hinzu. Im Oktober einigten sich ÖVP und Grüne auf ein Fortsetzen der Koalition, Rudi Anschober blieb als Landesrat für Umwelt und Energie zuständig.

Das grüne Bundesratsmandat aus Oberösterreich blieb auf Grund des Wahlergebnisses ebenfalls erhalten, Efgani Dönmez wurde wiederbestellt.

Grüne Stadträtin in Linz

Bei den gleichzeitig abgehaltenen Gemeinderatswahlen in Oberösterreich hielten die Grünen in Linz die sieben Mandate und steigerten sich auf 12,26% (11.645 Stimmen). Eva Schobesberger wurde Stadträtin für Frauen, Bildung, Umwelt und Naturschutz.

270/366: Von Willnauer zu Kogler. Steirische Landtagswahl 2010

Werner Kogler sprang in die Bresche, verblieb dann aber im Nationalrat.

Werner Kogler sprang in die Bresche, verblieb dann aber im Nationalrat.

Heute vor sechs Jahren, am 26. September 2010, steigerten sich die Grünen bei der Landtagswahl in der Steiermark auf 36.834 Stimmen und 5,55%, blieben jedoch bei drei Mandaten. Spitzenkandidat Werner Kogler entschied sich für einen Weiter-Verbleib im Nationalrat, die Mandate wurden von Ingrid Lechner-Sonnek, Lambert Schönleitner und Sabine Jungwirth eingenommen. Die besten grünen Einzelergebnisse verzeichneten die Stadt Graz (12,84%) sowie die Gemeinden Hart bei Graz (11,88%) und Gleisdorf (11,28%).

Willnauer als Spitzenkandidat geplant

„Der durchschnittlich bekannte Kabarettist Jörg Martin Willnauer wurde zum Spitzenkandidaten erhoben und versuchte damit an die Grünen-Tradition der künstlerisch versierten Polit-Quereinsteiger anzuknüpfen. Wer die Mühlen der Parteiarbeit aber nicht kennt, hat das politische Täglich-Brot schnell satt. Nach ein paar Monaten ließ er es wieder bleiben und die Partei stand plötzlich ohne Spitzenkandidat da. Also beorderte man den bekanntesten steirischen Grünen in die Heimat: Werner Kogler“, schrieb Roland Gratzer am 25. Juli 2010 auf fm4.orf.at.

269/366: Regenwürmer würden grün wählen

Regenwürmer würden grün wählen.

Regenwürmer würden grün wählen.

„Regenwürmer würden grün wählen“ ist der Slogan eines Folders der Grünen Bäuerinnen und Bauern. Ein Auszug aus dem Text:


„Wer nicht weiß, woher er kommt, weiß auch nicht wohin er geht“. Wir wissen, dass viele unserer „landwirtschaftlichen Errungenschaften“, wie z. B. Pestizide und Kunstdünger, Abfallprodukte der Kriegsindustrie sind. Diese haben die Landwirtschaft nicht nur in eine Sackgasse geführt, sondern stehen auch in eklatantem Widerspruch zu der Vorstellung von einer modernen und nachhaltigen Landwirtschaft.

Grundhaltung: Respekt

Die Grundhaltung der Grünen Bäuerinnen und Bauern ist geprägt von einem respektvollem Umgang mit der Natur und dem, was die Erde hervorbringt. Fortschritt in der Landwirtschaft basiert auf altem Wissen, wo Neues einfließt und sich – entsprechend einer ökologischen Wirtschaftsweise – dynamisch weiterentwickelt.

Grüne Visionen für die Zukunft unserer österreichischen Landwirtschaft

  1. Wertschätzung der Leistungen unserer Land- und Forstwirtschaft – sie deckt den Tisch, sie wärmt das Haus.
  2. Das Land ernährt alle, die es bearbeiten, auch geistig und emotional – Bäuerinnen und Bauern haben das Recht auf einen angemessenen Lohn: sie sind keine Almosenempfänger mehr.
  3. Innovation und konsequenter Ausbau der Produktion von Bioenergie, Fasern, weiterer Alternativen und kommunaler und sozialer Dienstleistungen.
  4. Österreichs Bäuerinnen und Bauern wirtschaften nachhaltig und ohne Gentechnik.
  5. Internationale Agrarpolitik wird entwicklungsverträglich – jedes Land hat Recht auf Ernährungssouveränität.

268/366: Vier alternative, ein vereintes Mandat in Innsbruck

Heute vor 27 Jahren, am 24. September 1989, fand die Gemeinderatswahl in Innsbruck statt. Die ALI (Alternative Liste Innsbruck – Die Grüne Alternative) kam auf 6.567 Stimmen (10,63%) und vier Mandate. Damit stellte sie auch einen Stadtrat, der in den folgenden Jahren wechselweise besetzt wurde – mit Rainer Patek, Uschi Schwarzl und Gerhard Fritz.

Die VGÖ-nahe „Grüne Liste Innsbruck“ kam auf 2.589 Stimmen (4,19%) und erreichte ein Mandat, das mit Georg Willi besetzt wurde.

Willi und Patek initiierten später die Einigung der grünen Parteien.

Veranstaltungstipp: Braune Ökologie

 Peter Bierl: Grüne Braune.Umwelt-, Tier- und Heimatschutz von Rechts.Unrast Verlag 2014

Peter Bierl: Grüne Braune. Unrast Verlag 2014

Braune Ökologie. Vortrag und Diskussion mit Peter Bierl und Karl Öllinger

„Umweltschutz ist Heimatschutz“ plakatierte die rechtsextreme NPD bei der deutschen Bundestagswahl. Die Nähe von autoritären Vorstellungen und Naturschutz ist kein Zufall. Auch in Österreich gibt und gab es rechtsextreme Strömungen in der Umweltbewegung – von Teilen der Vereinten Grünen und des Weltbunds zum Schutze des Lebens bis zu einzelnen esoterischen Strömungen.

Gemeinsam mit Peter Bierl und Karl Öllinger blicken wir hinter den grünen Deckmantel rechter politischer Ideologien und legten Ansichten frei, die mit den Grünen Grundwerten nicht kompatibel sind.

Mitwirkende

  • Peter Bierl: Autor des 2014 erschienenen Buches „Grüne Braune. Umwelt, Tier- und Heimatschutz von Rechts“ (im Grünen Archiv verfügbar)
  • Karl Öllinger: Nationalratsabgeordneter der Grünen Österreich und Rechtextremismus-Experte, Leiter des GBW-Projekts „Stoppt die Rechten
  • Moderation: Michael Carli, Vorstandsmitglied der Grünen Bildungswerkstatt Tirol und Obmann der Grünen Wirtschaft Tirol

Ort und Zeit

Mittwoch, 5. Oktober 2016, von 19:00 bis 21:30 Uhr
Innsbruck, Tiroler Bildungsforum, Spiegelsaal, Sillgasse 8, II. Stock

267/366: Nicht schon wieder

Nicht schon wieder. Aufkleber zur schwarz-blauen Koalition

Nicht schon wieder. Aufkleber zur schwarz-blauen Koalition

266/366: 1991: Steirische Liste „G.R.Ü.N.E.“ von Josef Korber erreichte 1,73 Prozent

Heute vor 25 Jahren, am 22. September 1991, kam die Grüne Alternative (GAL) bei den Landtagswahlen in der Steiermark auf 22.368 Stimmen und 2,88%. Spitzenkandidatin war Gundi Kammlander.

Aus VGÖ mach G.R.Ü.N.E.

Josef Korber kandidierte nun mit einer eigenen Liste „G.R.Ü.N.E.“ – er erreichte 13.426 Stimmen und 1,73%. Die Vereinten Grünen (VGÖ), die Korber aus der Partei ausgeschlossen hatten, kandidierten nicht.

Somit flogen die Grünen nach vier Jahren wieder aus dem Landtag. 1986 hatten die VGÖ und die ALÖ gemeinsam in einer Wahlplattform kandidiert. Gundi Kammlander für die Alternative Liste und Josef Korber für die Vereinten Grünen waren in den Landtag eingezogen. Die interne Zusammenarbeit scheiterte allerdings, und der gemeinsame Klub wurde aufgelöst.

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